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Gefährdete Frauen würden zusätzlichem Stress und realer Gefahr ausgesetzt, wenn Frauenhäuser – Orte der Sicherheit und Heilung – Männern Zutritt gewähren müssten.
Das erste Frauenhaus der Schweiz wurde 1979 in Zürich eröffnet. Heute gibt es insgesamt 23 Frauenschutzhäuser mit 200 Familienzimmern und rund 400 Betten, aber auch diese reichen nicht aus. Im Jahr 2024 suchten rund 2400 Frauen und Kinder Zuflucht in einer Notunterkunft. Der Europarat empfiehlt ein Zimmer pro 10‘000 Einwohner; die Schweiz liegt mit nur 0.23 Familienzimmern pro 10‘000 Einwohner unter der empfohlenen Anzahl.
Trotz der Tatsache, dass es in der Schweiz nicht genügend Schutzplätze für Frauen gibt, weiten einige Frauenhäuser ihr Angebot inzwischen auf Männer aus, die sich als „Frau“ identifizieren, also von sich behaupten, eine „Frau“ zu sein. So auch bei der Stiftung gegen Gewalt in Bern, die einen Notrufdienst für „Transgender“-Opfer häuslicher Gewalt anbietet. Auch wenn dieses Frauenhaus noch keinen Mann aufgenommen hat, wird diese Möglichkeit derzeit diskutiert.
In Kanada ist der Fall von Kristi Hanna bemerkenswert: 2018 besuchte Kristi ein Frauenhaus in Toronto. Sie wurde gezwungen, sich ein Zimmer mit einem männlichen „Transgender“ zu teilen, der noch intakte männliche Genitalien hatte. Als Opfer sexueller Übergriffe und genesene Drogenabhängige litt sie zwei Nächte im Haus unter enormen Stress. „Es betrifft jede im Haus. Es kann deine Genesung völlig ruinieren, ganz zu schweigen von deiner Sicherheit, geschweige denn dein Leben“, sagte Kristi in einem Interview mit der National Post. Als sie sich darüber beschwerte, dass sie ein Zimmer mit einem Mann teilen musste, wurde Kristi aufgefordert, das Frauenhaus zu verlassen. Als sich eine Freundin beim Human Rights Legal Support Center in Ontario nach Kristis Rechten erkundigte, beendete die Vertreterin das Gespräch abrupt, als ihre Freundin männliche Pronomen verwendete, um sich auf die Person zu beziehen, über die sie sich beschwerte.
Femina Helvetica will sicherstellen, dass solche Vorfälle in der Schweiz nie eintreten.
Wir stellen fest, dass der Begriff ‚gender-spezifische Gewalt‘ nun langsam die Bedeutung des etablierten Konzepts von ‚Gewalt von Männern gegen Frauen‘ verwischt. Diese Verschiebung des Schwerpunkts weg von geschlechtsspezifischen hin zu „gender-spezifischen“ Dienstleistungen – eine Folge der Verleugnung der Realität des weiblichen Geschlechts und des Weges zur „Gender Selbstidentifikation“ – beeinträchtigt das Wohlbefinden und den Therapieerfolg der Klientinnen der Notunterkünfte für Opfer von Vergewaltigung und häuslicher Gewalt in der Schweiz.
Femina Helvetica plädiert dafür, dass geschlechtsbezogene Dienstleistungen nicht durch „gender- bzw. geschlechtsidentitätsspezifische“ Dienstleistungen ersetzt werden.
